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Willkommen, Freunde! Nach langer Abwesenheit bin ich wieder mit eigener Home Page im Web -- genau rechtzeitig, um den Geier vorzustellen (der übrigens im März 2004 als eine von fünf Krimi Neuerscheinungen FÜR DEN GLAUSER KRIMIPREIS ALS BESTES KRIMI-DEBÜT NOMINIERT WURDE). Denn Knaur hat mit meinem neuen Krimi Mut gezeigt; nicht jeder Verlag setzt auf alternde kalifornische Rockmoderatoren, die eine Mobilhütte am Strand von Pismo Beach bewohnen und von dort aus in einen Schlamassel geraten, der ans Leder gehen kann. Ganz brutal. Wir sprechen natürlich nicht vom jungen Autoren, sondern von Radiomacher Jon Gutman, der in seinen fast vierzig Jahren in diesem lockeren Teil der bewohnbaren Welt eigentlich nur unbehelligt vor sich hin lebte. Bis er den Toten am Strand fand und sich unvermittelt drei Geiern gegenübersieht, die sich als Drogenbullen entpuppen. Und sich benehmen, als sei Pismo ein Vorort von Bagdad. Unser Held muß sich alsbald per Harley und tief in der Nacht zu einem Freund nach Big Sur verpissen - aber die Welt ist klein, die Drogencops entschlossen. Also geht´s weiter durch halb Kalifornien. In die Wüste und ins Kloster, mit Abstechern nach Nevada, wo ein Rentner-Vegas namens Laughlin lauert, ab nach Los Angeles und rüber ins Santa Maria Valley. Wo sich die Methamphetamin-Zentrale derer befindet, die hinter mordgierigen Sicherheitskräften und Gutman-Anschlägen stecken. Zum Glück hat Radiomann Gutman Freunde - von der Stripeasekönigin und Puffmutter (nebenher und heimlich, heimlich), deren Adlatus Winston aus Jamaica, dessen Dreadlocks und Ganjajargon eine messerscharfe Intelligenz verbergen, bis hin zu ihrem einstigen Verlobten, der nunmehr Franziskanerpater im Kloster von San Miguel ist. Und er hat Freunde wie die scharfe Julie und den etwas pennerhaften Rick, dessen Leben eine Zäsur erfuhr, als ihn seine Angetraute sitzen ließ; nicht, weil sie nun weg war, sondern weil sie sein "wunderschönes Thunderbird Cabrio" mitnahm. Diese eklektische Blase macht sich an die Gegenwehr -- und wie die Fetzen fliegen! Man will ja nicht zuviel verraten, aber daß ich gerade an GeierII sitze, dürfte Scharfsinnigen etwas sagen. Und daß ich noch immer ein viertes Buch in der -Highway Reihe plane (Rock Highway, 1996, Route 66, 1997, Blues Highway, 1998, alle bei Christoph Links in Berlin erschienen und, wie Geier, im deutschen Buchhandel und bei gutsortierten Webanbietern wie Amazon erhältlich) wird Freunde der Indianerkultur erfreuen. Außerdem erscheinen recht regelmäßig Reise- und Kulturbeiträge in solch renommierten Zeitschriften wie America-Journal und Fliegen und Sparen (Clever Reisen). Weshalb ich kaum noch Zeit finde, an den nur Minuten entfernten Pazifikstrand zu gehen. Wozu eigentlich fast das ganze Leben in Kalifornien verbringen, wenn nichtmal Zeit für den Strand ist? Na ja. Ehrlich gesagt, bin ich früher (als ich noch im hiesigen Rundfunk Rockmoderator war) gern bei Sonnenuntergang am Strand gelaufen. Aber seit man dort Tote findet und sich dadurch eine Menge Ärger aufhalst............... Peter J. Kraus, peterjkraus@gmail.com
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